von: mediamag.at-Redaktion

E-Bikes: So lauten die gesetzlichen Regelungen

Das müssen E-Biker wissen

Was genau ist ein E-Bike? Welche Gesetze gelten für E-Bikefahrer? Wo dürfen E-Bikes benutzt werden? Wir haben die wichtigsten Eckpunkte zusammengefasst.

Was genau ist ein E-Bike und gelten dafür die selben Vorschriften wie für „normale“ Fahrräder?
Foto: AleksandarNakic/iStock

Das E-Bike wird in Österreich immer beliebter. Aber viele E-Biker stellen sich die Frage, welche rechtlichen Bestimmungen für Pedelecs (die umgangssprachlich als E-Bikes bezeichnet werden) gelten. Hier eine Übersicht:

E-Bikes gleichrangig mit Fahrrädern

Fahrräder mit Tretunterstützung (sogenannte Pedelecs, umgangssprachlich werden sie als E-Bikes bezeichnet) und elektrisch angetriebene Fahrräder ohne Tretunterstützung (sogenannte E-Bikes) werden in der StVO (Straßenverkehrsordnung) in fast allen Belangen „normalen“ Fahrrädern gleichgestellt.

Für E-Bikes unter 600 Watt gelten die gleichen Regeln wie für „normale“ Fahrräder.
Foto: amriphoto/iStock

Die Fahrradverordnung

Die Fahrradverordnung sieht (analog zum Fahrrad) für E-Bikes und Pedelecs zwei unabhängige Bremsen, Scheinwerfer und Rückstrahler sowie seitliche Reflektoren an den Speichen und Pedalen vor. Außerdem benötigt man eine Glocke oder Hupe. Bei Dunkelheit oder schlechter Sicht müssen die Scheinwerfer vorne und hinten (falls abnehmbar und batteriebetrieben) angebracht und eingeschaltet sein.

Unterwegs mit dem E-Bike
Foto: Uwe Moser/iStock

Ausstattung: Die Must-haves

Fährt das E-Bike oder Pedelec nicht schneller als 25 km/h und übersteigt die Motorleistung 600 Watt nicht, ist keine Ausweis- oder Helmpflicht gegeben. Sind die Werte höher, wird das E-Fahrzeug als Moped eingestuft, wodurch eine Haftpflichtversicherung, ein Führerschein und Helm verpflichtend werden.

Wichtige Regeln

  • Für das Fahren mit dem E-Bike gilt ebenso wie beim Radfahren die 0,8-Promillegrenze.
  • Ist ein Radweg vorhanden, muss dieser mit dem E-Bike benutzt werden. Das Fahren auf dem Gehsteig ist verboten. Wenn das Fahrrad mehrspurig (und bis zu 80 cm breit) ist, darf auch auf der Fahrbahn gefahren werden.
  • Das Fahren nebeneinander ist nur in Wohnstraßen oder auf Fahrradwegen erlaubt.
  • Telefonieren ist nur mit einer Freisprecheinrichtung gestattet.
  • Anhänger (bis zu 80 cm Breite) dürfen nur gezogen werden, wenn am E-Bike auch ein Fahrradständer montiert ist. Damit kann wahlweise auch die Fahrbahn benutzt werden, selbst wenn ein Fahrradweg vorhanden ist.
  • Ab 12 Jahren dürfen Kinder auch allein unterwegs sein, mit zehn Jahren, wenn sie einen Radfahrausweis haben. Sonst müssen sie von einer mindestens 16 Jahre alten Person begleitet werden. Für alle unter 12 Jahren gilt eine Helmpflicht.
  • Das Radfahren im Wald ist - auch auf Forstwegen - grundsätzlich verboten. Es ist nur dort erlaubt, wo es der Grundstückseigentümer gestattet bzw. ein markierter Radweg verläuft.
Für E-Bikes unter 600 Watt gelten die gleichen Regeln wie für „normale“ Fahrräder.
Foto: amesy/iStock

Neues mit der StVO-Novelle 2019

Laut der 30. Novelle der Straßenverkehrsordnung gelten seit 1. April 2019 zusätzliche Regeln für das Fahrradfahren, die somit auch für E-Bike-Fahrer gültig sind:

  • Wenn Radfahrer nach Ende des Fahrradstreifens auf die angrenzende Fahrbahn wechseln, gilt das Reißverschlusssystem: Der Autofahrer muss den Radfahrer einordnen lassen.
  • Geradeaus fahrende Radbenutzer haben Vorrang gegenüber rechts abbiegenden Autolenkern, wenn sie parallel zum Fließverkehr unterwegs sind.
  • Zebrastreifen: Radlenker müssen in Zukunft absteigen und den Drahtesel über den Schutzweg schieben. Die Überfahrt ist einzig innerhalb speziell gekennzeichneter Markierungen erlaubt.