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So fotografieren Sie richtig mit einem Stativ

Anfänger-Tipps für den optimalen Einsatz

Das Stativ ist der beste Freund des Fotografen, denn es kann den Unterschied zwischen verschwommenen Aufnahmen und Traumfoto ausmachen. Die folgenden Tipps helfen dabei, das Fotostativ optimal einzusetzen.

  Lesedauer: 4 Minuten

Fotografieren mit einem Stativ
Foto: pixelfusion3d/iStock

Warum ein Stativ?

Drei Beine und darauf eine Halterung, in welcher die Kamera angebracht wird: Ein Stativ ist ein sehr einfaches Hilfsmittel für Fotografen, aber zugleich auch ein enorm wichtiges. Es sorgt dafür, dass die Bilder sichtbar schärfer werden als jene, die man aus der Hand fotografiert. Foto-Profis wissen, dass gerade bei Lang- oder Mehrfachbelichtungen sowie HDR-Aufnahmen ein Stativ unersetzlich ist. Auch für das Fotografieren des Nachthimmels oder Skyline-Bilder in der Dämmerung kann man auf das praktische Gadget kaum verzichten. Das heißt: Ein Stativ kann in manchen Fällen den Unterschied zwischen einem guten und einem exzellenten Foto ausmachen.

Stativ ist perfekt für Landschaftsaufnahmen
Foto: anyaberkut/iStock

Welches Stativ kaufen?

Die grundlegendste und mit Abstand wichtigste Entscheidung fällt bereits beim Kauf des Stativs: Es sollte auf jeden Fall dem geplanten Einsatz angepasst sein. Das heißt, es darf nicht zu schwer sein, wenn es längere Strecken im Rucksack getragen wird. Gerade wer gerne Landschaftsaufnahmen festhält und dafür längere Wanderungen absolviert, will kein schweres Zubehör am Rücken. Das Stativ darf für Aufnahmen in der Natur aber auch nicht zu wackelig sein, damit man nicht jeden kleinen Windstoß spürt. Wer sich für ein Modell entscheidet, sollte den für sich perfekten Kompromiss zwischen Gewicht und Stabilität finden.

Tipps für scharfe und ruhige Aufnahmen
Foto: puhimec/iStock

Für Anfänger empfiehlt sich ein Allround-Stativ, das für viele verschiedene Einsatzzwecke geeignet und nicht zu teuer ist. Es soll stabil genug für eine Kamera mit Zoomobjektiv sein, auf der anderen Seite aber leicht im Rucksack verstaut werden können. Eine Schnellspannplatte macht das Fixieren der Kamera einfach und erspart lästiges Schrauben. Ein Kugelkopf hilft beim dynamischen Ausrichten der Kamera.

Zusammengeklapptes Reisestativ
Foto: brightstorm/iStock

Praktische Tipps

Übung macht den Meister

Den Umgang mit dem Stativ sollte man bewusst üben. Nur wenn die Handhabung einfach und ohne viel Nachdenken absolviert werden kann, wird man das Stativ im Alltag auch verwenden. Das Aufstellen des Dreibeiners und Fixieren der Kamera geht bald in Fleisch und Blut über. Vor dem Fotografieren prüfen, ob auch alles ordentlich aufgebaut und eingerastet ist und die Beine in Position sind.

So verwendet man ein Stativ
Foto: Andrei Nasonov/iStock

Fester Boden unter den Füßen

Ein Stativ benötigt einen glatten, festen Untergrund, damit es wackelfrei aufgestellt werden kann. Am Sandstrand oder auf weichen Rasenflächen können die Beine während des Fotografierens einsinken und sollten daher fest in den Boden eingedrückt werden (für mehr Stabilität). Wird die Kamera auf schiefen Untergründen platziert, zum Beispiel an einem Berghang, dann sollte die Position der Beine an die Gegebenheiten angepasst werden.

Stabiler Untergrund ist wichtig
Foto: amriphoto/iStock

Vor Windstößen schützen

Nicht nur ein stabiler Stand ist für scharfe Aufnahmen wichtig, auch der Schutz vor Windböen ist essentiell. Dabei kann man das Stativ einfach mit den Händen festhalten oder mit dem Körper den Wind abfangen. Die Stativbeine zu verkürzen kann ebenfalls eine Möglichkeit sein. Auch der Kamerarucksack kann bei leichtem Wind an der Mittelsäule befestigt werden.

Tipps für das Fotografieren mit Stativ
Foto: DarshanaA/iStock

Stativ immer einpacken

Das Stativ sollte zur Fix-Ausstattung des Fotorucksacks gehören. Natürlich lassen sich die meisten Aufnahmen auch aus der Hand erledigen, dennoch sollte man für den Fall der Fälle das Gadget immer mitnehmen. Vor allem in der freien Natur kann es vorkommen, dass man keinen Felsen oder ähnliches zum Auflegen der Kamera findet.

Fotografie-Tipps für Anfänger
Foto: AntonioGuillem/iStock

Beim Auslösen nicht verwackeln

Es mag seltsam klingen, dass eine auf einem Stativ fixierte Kamera in Bewegung geraten kann. Tatsächlich reicht manchmal ein zu fester Druck auf den Auslöser, damit ein Foto leicht unscharf wird. Am besten man übt ganz bewusst, sanft auf den Auslöseknopf zu drücken. Daumen und Zeigefinger sind dabei im Einklang und üben denselben Druck auf die Kamera aus. Dieser Tipp gilt natürlich ebenfalls für das Fotografieren aus der Hand: Wer vorsichtig auslöst, erhält schärfere Bilder. Auch mit Selbst- oder Kabelauslösern kann man das Problem in den Griff bekommen. Die Hersteller mancher Kameras bieten in einer dazugehörigen App die Möglichkeit den Apparat fernzusteuern – inklusive einer Funktion zum Fernauslösen.

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