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Internet: So messen Sie die Geschwindigkeit

Ausreichend Speed für Streaming und Gaming

Wer 4K-Filme streamen oder mit anderen via Internet zocken möchte, braucht eine gute Internetverbindung. Hier ein paar Tipps, wie Sie die Geschwindigkeit messen können.

  Lesedauer: 3 Minuten

Ausreichende Bandbreite für alle Benutzer nötig.
Foto: fizkes/iStock

Internet ist Teil des Lebens

Unser Alltag wäre ohne gut funktionierendes Internet nicht vorstellbar: Filme in 4K-Qualität streamen, über das Internet mit Freunden zocken, im Homeoffice arbeiten oder Online-Shopping. Wichtig ist zudem, dass das Internet über die nötige Bandbreite verfügt, damit wir alle diese Tätigkeiten auch ohne Ruckeln oder Ausfälle erledigen können. Breitband-Internet unterscheidet sich vom mobilen Internet, in das sich zum Beispiel Smartphones oder Tablets unterwegs verbinden können, durch eine höhere Datenübertragung sowie eine stabilere Verbindung. Doch wie kann man feststellen, ob man die vom Anbieter versprochene Bandbreite wirklich erreicht? devolo hat ein paar Tipps zusammengestellt, wie man die Internetgeschwindigkeit bestmöglich testet.

Frau ist glücklich über schnelles Internet
Foto: fizkes/iStock

1. Webseiten mit Mess-Tools

Wer die Bandbreite seiner Internetverbindung testen möchte, greift in den meisten Fällen auf Webseiten zurück, die Internet-Speedtests zur Verfügung stellen. Dabei muss keine Software auf den Computer oder das Handy heruntergeladen werden. Der Speedtest-Anbieter schickt für die Messung Testdaten an das Gerät, um die Upload- und Downloadrate festzustellen. Außerdem wird ein Ping gesandt, um die Reaktionszeit zu ermitteln. Es gibt verschiedene Anbieter von Speedtests, die meisten Provider stellen sie zur Verfügung. Wer aber lieber einen unabhängigen Test bevorzugt, kann zum Beispiel den „RTR-Netztest“ oder den „Speedtest“ von Ookla ausprobieren.

Glasfaserkabel
Foto: peterschreiber.media/iStock

2. Tipps für die Messung

Mehrmals am Tag messen: Die Bandbreite kann im Verlauf des Tags zum Teil sehr stark schwanken. Daher empfiehlt es sich, die Qualität der Internetverbindung zu verschiedenen Tageszeiten zu messen. Tendenziell wird der Speed abends geringer sein, wenn viele Leute zuhause sind und ebenfalls das Internet nutzen.

Neustart der Geräte: Wer möglichst authentische Messewerte erzielen möchte, sollte sowohl den Router als auch den für die Messung verwendeten Computer vorher neu starten. Zudem sollte der Router möglichst frei von Datenlasten sein, das heißt auf dem verwendeten Rechner alle anderen Anwendungen zu schließen, den Browser-Cache zu leeren aber auch alle Mobilgeräte auszuschalten, die auf den Router zugreifen. Damit soll ein unnötiges Verzerren des Testergebnisses verhindert werden.

Mit LAN-Kabel messen: Um möglichst verlässliche Ergebnisse zu bekommen, sollte man die Geschwindigkeitsmessung nicht über das WLAN durchführen, sondern via LAN-Kabel. Hier greift man am besten auf ein Cat5e- oder ein Cat6-Netzwerkkabel zurück. Ein schneller Rechner ist natürlich ebenfalls Voraussetzung.

3. Der perfekte Speed

Eine pfeilschnelle Internetverbindung ist prinzipiell immer gut. Allerdings bringt eine riesige Bandbreite wenig, wenn man sie nicht ausnutzt. Wie schnell das Internet wirklich sein muss, hängt davon ab, welche Anwendungen man damit speisen will. Als Maß wird immer die Download-Rate angegeben, hier sind ein paar Beispiele:

  • Film- und Serien-Streaming: Wer sich im Heimkino mit Inhalten in HD- oder FullHD-Qualität zufriedengibt, dem reichen 3 bis 5 Mbit/s. Ist die Vorgabe allerdings 4K, sollten es schon 15 bis 25 Mbit/s sein.
  • Online-Gaming: Damit man mit seinen Freunden über das Internet zocken kann ohne sich über Latenzprobleme zu ärgern, werden rund 10 Mbit/s empfohlen.
  • Musik-Streaming: Spotify und andere Streamingportale sind vergleichweise genügsam, was die Bandbreite angeht. Für tollen Hörgenuss sind nicht mehr als 2 Mbit/s nötig.
  • Homeoffice-Anwendungen: Hier sind es vor allem Videotelefonate, die ins Gewicht fallen. Diese benötigen rund 1,5 Mbit/s um flüssig zu laufen.

Für WGs oder Familien gilt natürlich: Wird gleichzeitig gearbeitet, gezockt und gestreamt, müssen die einzelnen Anwendungen addiert werden. Sonst nimmt man sich gegenseitig die Bandbreite weg.

Powerline von devolo
Foto: devolo

4. WLAN und LAN

Ist die perfekte Bandbreite beim Anbieter gefunden, ist es nur noch wichtig, die Endgeräte möglichst ohne Leistungsverluste an das Internet anzubinden. Hier empfehlen sich die Powerline-Adapter von devolo, mit denen das Internetsignal nahezu verlustfrei über die Stromleitungen im Wohnbereich verteilt wird. Damit kann theoretisch jede Steckdose als Internet-Hotspot genutzt werden – auch in entlegenen Winkeln der Wohnung.

Tipp:

Wer nachsehen möchte, wie es um den Internet-Ausbau in seiner Heimatgemeinde bestellt ist, kann auf dem Breitband-Atlas den Fortschritt der Arbeiten beobachten.

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