Haushalt

Effizient heizen mit Infrarot-Paneelen

Lang anhaltende Wärme im Zimmer

Eine Infrarotheizung füllt einen Raum schnell mit angenehmer Wärme. Wir zeigen die Vorteile von Infrarotpaneelen und erklären, wo ihre Vorteile liegen.

Effektiv und lang anhaltend heizen mit Infrarotpaneelen
Foto: fizkes/iStock

Konvektion vs. Infrarot

Herkömmliche Heizsysteme funktionieren mit dem Prinzip der Konvektion. Die Luft wird durch Heizkörper erwärmt und steigt nach oben. Dort kühlt sie ab und sinkt wieder zu Boden, wo der Kreislauf aufs Neue beginnt. Der Nachteil: Die warme Luft sammelt sich über den Köpfen unter der Decke – weit über den Bewohnern. Ein Infrarot-Paneel ist eine Elektroheizung und arbeitet mithilfe von Wärmestrahlung, das heißt Wände, feste Gegenstände und die Raumluft werden gleichmäßig geheizt. Dazu muss sich die Heizplatte stark erwärmen und kommt auf eine Temperatur von bis zu 100 Grad Celsius. Die Wärme eines Infrarot-Paneels wird als sehr angenehm (wie bei einem Sonnenbad) empfunden.

Infrarot-Paneele sorgen für angenehme Wärme.
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Wo kann mit Infrarot geheizt werden?

Ob man ein Infrarot-Paneel einsetzen kann, hängt von einigen Faktoren ab:

  • Raumgröße: Einzelne Heiz-Paneele können nur kleinere Räume sinnvoll beheizen. Sie werden von einem 800-Watt-Gerät erwärmt. Die Grenze liegt bei rund 15 m².
  • Dämmung: Infrarot-Heizungen machen vor allem in gut gedämmten Neubauten Sinn, aber auch sanierte Altbauten kommen dafür infrage.In schlecht gedämmten Gebäuden geht wertvolle Wärme verloren.
  • Heizbedarf: Der ideale Einsatzort sind Bade- und Schlafzimmer, die auf Knopfdruck durchgängig warm sein sollen. Dort können sie als Spiegel, bzw. als Gemälde getarnt an der Wand befestigt werden. Auch selten benutzte Kellerräume, ein Wintergarten oder Feriendomizile sind ein perfekter Einsatzort.
     

Auf jeden Fall muss sich eine Steckdose in der Nähe des Aufstellortes befinden, da eine Infrarotheizung durch Strom betrieben wird.

Heizen mit Infrarot-Paneelen: So funktioniert's!
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Infrarot-Paneel richtig platzieren

Der optimale Platz für das Paneel ist dort, wo es den gesamten Raum mit Wärme füllen kann. Das ist meist an der kurzen Seite des Zimmers. Für verwinkelte Räume ist diese Heizungsart eher nicht geeignet, außer man setzt mehrere Heiz-Platten ein. Für einen Quadratmeter Wohnfläche muss man 50 bis 100 Watt Heizleistung rechnen – je nach Dämmungsgrad. Tipp: Lieber mehrere kleine Paneele einsetzen als ein großes.

Heizen mit Infrarot-Paneelen: So funktioniert's!
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Welche Arten von Paneelen gibt es?

Bei den beliebten Infrarot-Paneelen haben sich drei verschiedene Materialien durchgesetzt.

  1. Keramik: Besitzt hervorragende Leiteigenschaften und verteilt die Wärme besonders effizient.
  2. Glas: Bei diesem Material haben Designer die vielfältigsten Möglichkeiten zum Styling.
  3. Metall: Diese Infrarotheizung hat sich als robust erwiesen.
     

Vereinzelt sind Elemente aus Edelstahl oder Email erhältlich. Sehr beliebt sind sogenannte Bildheizungen, die wie ein Gemälde oder eine ungerahmte Fotografie an der Wand befestigt werden. Sie finden gerne im Schlaf- oder Wohnzimmer Platz. Spiegelheizungen sind perfekt für das Badezimmer (sie fungieren dort auch als Handtuchtrockner), während beschreibbare Tafelheizungen im Büro oder in der Küche einsetzbar sind.

Heizen mit Infrarot-Paneelen: So funktioniert's!
Foto: Merlas/iStock

Pluspunkte

  • Bei Infrarot-Paneelen wird das Gemäuer erwärmt, das beugt Schimmel vor.
  • Gleichmäßige und schnelle Wärmestrahlung: Temperatur in 15 bis 20 Minuten erreicht .
  • Keine Zugluft, die Staub aufwirbelt – perfekt für Allergiker.
  • Die Wärme fühlt sich angenehm auf der Haut an.
  • Hohe gefühlte Temperatur bei niedriger Raumtemperatur.
  • Einfache Montage und lange Lebensdauer.
  • Wer Ökostrom verwendet, heizt nachhaltig.
     

Minuspunkte

  • Stromkosten
  • Wärmeverlust bei schlecht gedämmten Gebäuden.

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