von: mediamag.at-Redaktion

So wärmen Sie Essen richtig auf

Tipps, wie Nährstoffe erhalten bleiben

Vom Abendessen sind noch Reste übrig? Wir haben Tipps, wie Sie diese richtig wärmen – ohne, dass dabei Geschmack oder gute Inhaltsstoffe verloren gehen.

Essensreste richtig aufbewahren.
Foto: Milkos/iStock

Tipps zur Resteverwertung

Das letzte Stück Lasagne, etwas Kartoffelpüree oder Reis sind noch übriggeblieben? Vor allem im Sinne der Nachhaltigkeit sollten diese später den Weg auf den Teller und nicht in die Mülltonne finden. Wir haben Tipps, wie die Reste haltbar gemacht werden und auch beim zweiten Mal Kochen noch gut schmecken.

Kühl und luftdicht

Sobald die Essensreste abgekühlt sind, müssen Sie in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahrt werden. Das ist wichtig, damit das Übriggebliebene nicht zu schnell verdirbt oder sich schädliche Stoffe entwickeln. Unterschiedliche Reste separat und in einer sauberen Dose einkühlen. Meist sind diese so ein bis zwei Tage lang haltbar.

Essensreste separat aufbewahren.
Foto: hedgehog94/iStock

Pizza, Pasta, Quiche & Co.

In der Mikrowelle gelingt das erneute Erwärmen von Pizzastücken, Pasta und Quiche- oder Auflauf-Resten am besten, wenn Sie diese auf einen Teller geben, ein Glas Wasser dazustellen und bei mittlerer Stufe erwärmen. Im Ofen ist es ratsam, die Gerichte vor dem Einschalten (mittlere Wärme) leicht mit Wasser zu beträufeln.

Unser Tipp: Der Pizzateig bleibt schön knusprig, wenn die Stücke langsam in einer Pfanne erwärmt werden.

Pizza aufwärmen.
Foto: wideonet/iStock

Fleischgerichte

Bei Braten, Schnitzel, etc. gilt zu beachten: Nur ganz durchgegartes Fleisch kann bedenkenlos erneut erwärmt werden. Ob im Ofen oder in der Mikrowelle: Decken Sie die Fleischreste mit einer geeigneten Haube oder einem zweiten Teller ab, um ein Austrocknen zu verhindern. Wenn alles in der Pfanne erhitzt werden soll, geben Sie etwas Öl oder Wasser hinzu. Schön saftig bleiben Fleischstücke, wenn sie im Dampfgarer zubereitet werden. Die Speisereste sollten min. zwei Minuten lang bei min. 75 °C garen.

Aufgewärmter Reis muss dampfen.
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Reis

Reste von Reis werden im Dampfgarer oder im Wasserbad locker und luftig. Die Körner dazu in einen Gefrierbeutel geben und dann in einen Topf mit kochendem Wasser hängen. Fürs Aufwärmen in der Mikrowelle ein Glas Wasser neben die Schüssel mit den Reisresten stellen. In jedem Fall darauf achten, dass die gesamte Portion vor dem Verzehr so erhitzt wurde, dass alles dampft.

Essensreste luftdicht verpacken.
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Püree, Saucen & Suppen

Besonders schonend zubereitet werden Püree-Reste, wenn sie im Wasserbad oder im Dampfgarer erneut warm gemacht werden. Wer dazu einen Topf oder die Mikrowelle benutzen möchte, sollten einen extra Schuss Milch und etwas mehr Gewürze hinzufügen, damit die Masse nicht zu trocken wird. Suppen und Saucen sollten langsam im Topf erhitzt werden. Auch hier bei Bedarf etwas Wasser oder Milch hinzufügen.

Essensreste verschlossen aufbewahren.
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Mythen: Spinat und Pilze

Beim grünen Blattgemüse sowie bei Champignon & Co. hält sich der Glaube hartnäckig, dass beide Gemüsesorten nicht nochmals erhitzt werden können, da sonst schädlich Stoffe freigesetzt werden. Das ist nur zum Teil richtig: Wenn die zubereiteten Lebensmittel gut gekühlt wurden, ist ein erneutes Kochen kein Problem. Wiedererwärmter Spinat ist nur für Kleinkinder und Säuglinge ungeeignet, für Jugendliche und Erwachsene unbedenklich. Auch Pilzgerichte können nochmals aufgewärmt werden – jedoch nur maximal ein Mal, und das bei min. 75 °C.