Haushalt

So kann man nachhaltig Wäschewaschen und Trocknen

Umweltschonende Tipps für den Haushalt

Neben der Wahl einer energieeffizienten Waschmaschine ist auch die Menge des Waschmittels sowie die Wahl des richtigen Programms wichtig. Hier sind ein paar Tipps!

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Nachhaltig Wäschewaschen
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Nachhaltige Wäschepflege

Nicht nur beim Heizen oder bei der Beleuchtung kann man im Haushalt Energie sparen und die Umwelt schonen, sondern auch beim Waschen und Trocknen der Wäsche gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Das Spektrum reicht dabei von der Wahl der richtigen Waschmaschine bis zum Benutzen des geeigneten Waschprogramms. Wir verraten ein paar Tipps, wie man Kleidung, Bettwäsche und Co. gründlich und nachhaltig reinigen kann.

1. Energiesparende Geräte kaufen

Wer sich einen neuen Geschirrspüler kauft, sollte unbedingt darauf achten, sich ein energiesparendes Modell zuzulegen. Dazu kann man einerseits die Informationen auf dem EU-Energielabel vergleichen und andererseits auf das BetterWay-Logo von MediaMarkt achten, mit dem besonders nachhaltige Produkte ausgezeichnet werden. Wichtig ist auch, dass das Gerät ein Energiesparprogramm besitzt, mit dem man energiesparend waschen kann.

Trommel gut füllen
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2. Trommel gut füllen

Nichts verbraucht mehr Energie, als ständig halbleere Waschmaschinen in Betrieb zu nehmen. Eine volle Trommel sorgt für effizientes Waschen, das heißt, für die anfallende Wäschemenge ist der dafür nötige Energieverbrauch vergleichsweise am geringsten. Nicht selten und gerade bei älteren Maschinen wird bei halbleeren Wäscheladungen eine ähnliche Menge an Wasser und Strom verbraucht, wie bei vollen Ladungen.

3. Vorwäsche sparsam einsetzen

Mit einer Vorwäsche lassen sich im Waschgang hartnäckige Flecken leichter aus der Wäsche entfernen. Allerdings sollte man diese Programmoption nicht standardmäßig benutzen, nur wenn zum Beispiel verkrustete Erde anhaftet oder bei schweren Stoffen. Die meisten Kleidungsstücke und Gebrauchstextilien werden auch ohne Vorwäsche optimal sauber.

4. Niedrige Temperaturen

Eine Waschmaschine benötigt sehr viel Energie, um das Wasser auf die gewünschte Betriebstemperatur aufzuheizen. Wenn möglich, sollte man daher bei niedrigen Temperaturen waschen. Ein Beispiel: Wer die Waschtemperatur von 60 °C auf 30 oder 40 °C reduziert, kann damit rund die Hälfte an Energie einsparen. Allerdings – um der Bildung von Bakterien etc. vorzubeugen – hilft es, regelmäßig einen Waschgang mit hohen Temperaturen zu absolvieren.

Das richtige Programm wählen
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5. Sparprogramme wählen

Maschinen mit speziellen Sparprogrammen arbeiten nach einem schlauen Prinzip: Anstatt mit höheren Temperaturen den Schmutz aus der Wäsche zu lösen, weichen sie die Textilien ein, um sie nachher schneller und besser reinigen zu können. Damit lässt sich ebenfalls sehr viel Energie sparen – wie viel genau, ist von Gerät zu Gerät unterschiedlich.

6. Waschmaschine regelmäßig reinigen

Wenn eine Waschmaschine optimal gepflegt wird, riecht nicht nur die Wäsche gut, auch die Lebensdauer des Geräts kann sich entscheidend verlängern. Am besten arbeitet man mit Hausmitteln wie zum Beispiel Natron, das man in die Waschmittellade gibt und in einem möglichst heißen Waschgang durchlaufen lässt. Gegen Verkalkungen hilft Zitronensäure, das dem Essig vorzuziehen ist, weil es Gummidichtungen weniger angreift. Die Waschmittellade sollte man ebenfalls regelmäßig saubermachen.

7. Waschmittel richtig dosieren

Zu wenig Waschmittel kann bedeuten, dass die Wäsche nicht richtig sauber wird. Wenn man das Pulver oder Gel überdosiert, schadet man damit hingegen der Umwelt. Wie viel man genau für einen Waschgang braucht, kann man der Waschmittelpackung entnehmen. Dort ist genau aufgelistet, wie viel Waschpulver man für die jeweilige Wäschemenge einsetzen sollte. Natürlich sollte man dabei auch den Verschmutzungsgrad beachten – bei groben Schmutzflecken muss man natürlich eine größere Dosis beigeben.

Wäsche riecht gut
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8. Sparsam mit Chemie umgehen

Zugegeben, sie sind praktisch: Fleckentferner, Weichspüler und die anderen Mittelchen, die unsere Wäsche besonders sauber sowie weich machen und verführerisch duften lassen. Doch alle diese Produkte belasten die Umwelt und können unkompliziert durch Hausmittel wie zum Beispiel Essig (für Weichspüler) ersetzt werden. Selbst Fleckenentferner haben – je nach Art der Verschmutzung – ihr Hausmittel-Gegenstück. Rasierschaum (Make-up-Spuren), Eiweiß (Grasflecken) und sogar Babypuder (Ketchup-Reste) haben sich im Einsatz bewährt.

9. Filter im Trockner reinigen

Wer seinem Wäschetrockner die optimale Pflege angedeihen lassen möchte, reinigt regelmäßig das Flusensieb. Am besten man entnimmt es nach jedem Trockengang aus dem Gerät und bürstet oder zupft die größeren Flusen aus dem Sieb. Dann kann man es am besten mit reinem Wasser abspülen, trocknen lassen und wieder in den Wäschetrockner einsetzen. Hat das Gerät einen Wärmetauscherfilter muss auch dieser in gewissen Abständen gesäubert werden. Das wie ein Schwamm aussehende Teil wird ebenfalls unter laufendem Wasser abgespült und dann vor dem Einsetzen noch gründlich getrocknet.

Das Flusensieb regelmäßig reinigen
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10. Wäschetrockner richtig befüllen

Wer auf schnelle und gleichmäßig trockene Wäsche Wert legt, sollte den Tockner möglichst mit ähnlichen Textilien beladen. Das heißt, wer vorher T-Shirts, Pullis und Co. nach dem Trocknungsgrad sortiert, hat in puncto Energiesparen die Nase vorn.

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