Haushalt

Für wen sind Luftreiniger und Luftwäscher sinnvoll?

Nicht nur Allergiker profitieren von gutem Raumklima

Eine saubere Raumluft sorgt nicht nur für mehr Wohlbefinden, sondern hilft auch Erkrankungen zu vermeiden – wichtig nicht nur für Allergiker und Asthmatiker.

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Einsatzgebiete für den Luftreiniger
Foto: ArtistGNDphotography/iStock

Was sind Luftwäscher und Luftreiniger?

Luftreiniger und Luftwäscher werden oft in einem Atemzug genannt, wenn es um die Verbesserung des Raumklimas geht. Dabei arbeiten beide Luftreinigungsgeräte völlig unterschiedlich. Ein Luftreiniger ist mit Filtern ausgestattet, durch welche die Luft zirkuliert. Pollen und Co. bleiben dabei in den Filter-Ebenen hängen. Ein Luftwäscher leitet die Luft über Wasser, das die Schadstoffe aufnimmt und gibt sie befeuchtet wieder nach draußen ab. Tipp: Vor allem Asthmatiker freuen sich über die zusätzliche Feuchtigkeit in der Luft.

Illustration eines Luftreinigers
Foto: adventtr/iStock

Was filtern sie?

Luftreiniger sind praktische Geräte und können zu großen Teilen Pollen, Hausstaub, Milben, Bakterien, Viren und sogar Feinstaub aus der Raumluft entfernen. Sie sorgen auf diese Weise für ein besonders angenehmes Raumklima. Mit einem Luftwäscher kann nicht nur Staub aufgefangen werden, sondern auch Tierhaare, Zigarettenrauch sowie Ruß. Gegen Viren und andere Erreger ist er aber nicht wirkungsvoll. Damit beide Gerätetypen die Luft bestmöglich säubern, muss ihre Leistung immer an die Raumgröße angepasst werden.

Für wen sind sie besonders sinnvoll?

1. Allergiker und Asthmatiker

Menschen, die gegen Hausstaub, Milben oder Pollen allergisch sind, profitieren am stärksten von einem Gerät, das die Luft von lästigen Schadstoffen befreit. Auch wer unter Asthma leidet, wird die Vorteile eines Luftreinigers oder Luftwäschers auf lange Sicht zu schätzen lernen. Wichtig ist, dass die Geräte mit einem HEPA-Filter ausgestattet sind. Das ist ein besonders wirkungsvoller Filter der Klassen H13 oder H14, mit dem man nahezu alle Schadstoffe aus der Raumluft entfernen kann. Was das Gerät nicht kann, ist Schadstoffe zu eliminieren, die sich nicht in der Luft befinden. Pollen, die an Mänteln von draußen ins Innere getragen werden, können Luftreiniger und Luftwäscher nicht neutralisieren.

Luftreiniger mit Hund
Foto: Jomkwan/iStock

2. Gesundheitsbewusste

Neben Allergikern machen alle Menschen, die bewusst auf ihre Gesundheit achten, mit einem Luftreiniger oder Luftwäscher eine gute Investition. Die Raumluftreiniger können nämlich nicht nur lästige Pollen oder Milben, sondern auch Feinstaub und Sporen von Schimmelpilzen aus der Luft filtern. Gerade Feinstaub sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn über die Atemwege und das Blut kann er in den ganzen Körper gelangen. Vor allem in der Lunge kann er, wenn er über längere Zeit hinweg eingeatmet wird, große Schäden anrichten.

Luftreiniger in der Wohnung
Foto: imaginima/iStock

3. Bewohner von Neubauten

Moderne Häuser sind so gebaut, dass möglichst wenig Kälte (oder im Sommer Wärme) ins Innere dringen kann. Das ist auf der einen Seite gut, da damit wertvolle Energie gespart werden kann. Auf der anderen Seite kann das Haus so weder durch die Wände noch durch die Fenster atmen. Dadurch bleibt die Feuchtigkeit u.a. aus der Atemluft oder nach dem Kochen im Raum und kann dort im schlimmsten Fall Schimmelpilz auslösen. Luftreiniger sorgen hier für ein besseres und gesünderes Raumklima.

Luftreiniger im Homeoffice
Foto: 3. NongAsimo/iStock

4. Im Homeoffice Arbeitende

Wer lange Zeit sitzend vor dem Bildschirm verbringt, leidet oft unter trockenen Augen und Schleimhäuten. Um sie nicht durch Schadstoffe noch weiter zu reizen, empfiehlt sich ein Luftwäscher, der Feinstaub und Co. aus der Luft filtert. Denn: Ein gutes Raumklima ist auch ein wichtiger Baustein für lang anhaltende Leistungsfähigkeit und Konzentration im Arbeitsalltag.

5. In Gebieten mit hoher Feinstaubbelastung

Vor allem in städtischen Gebieten ist das Feinstaub-Niveau grundsätzlich höher als in ländlichen Gegenden. Das liegt einerseits am Verkehrsaufkommen und der Industrie, aber auch Baustellen sind bedeutende Feinstaubquellen. Der Grenzwert für Feinstaub der Kategorie PM10 (größere Partikel) liegt in Österreich bei 50 µg/m3. Allerdings muss er über mindestens 25 Tage im Kalenderjahr erreicht oder überschritten werden.

Verkehrsstau in einer Stadt
Foto: Canetti/iStock

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