Smart Home

Strom sparen: Kosten senken im Smart Home

5 Tipps, um Energiekosten einzusparen

Wer Strom spart, tut nicht nur der Umwelt, sondern auch seinem Geldbeutel Gutes. Wir haben fünf Tipps, wie das Smart Home beim Stromsparen helfen kann.

  Lesedauer: 4 Minuten

Strom sparen im Smart Home
Foto: Bastian Weltjen/iStock

Strom sparen und Kosten senken

Die Energiekosten sind in der letzten Zeit stark gestiegen und drücken bei vielen Österreicherinnen und Österreichern auf die Geldbörse. Viele sind daher auf der Suche nach Möglichkeiten, um wertvolle Energie zu sparen und damit auch die Kosten zu senken. Doch wo verstecken sich die Stromfresser im Haushalt und wie kann man sie beseitigen? Wir haben fünf praktische Tipps, wie man per Smart-Home-Anwendungen Strom sparen kann.

1. Zeitoptimiert heizen

Gleich vorab: Mit unseren Vorschlägen zum richtigen Heizen muss niemand frieren. Der Trick liegt darin, nicht „weniger“ zu heizen, sondern nur jene Räume auf Wohlfühltemperatur zu bringen, in denen sich auch wirklich Bewohner aufhalten. Alle anderen Zimmer – wie zum Beispiel Hobby- oder Schlafzimmer – dürfen kühler sein, wenn man sie gerade nicht benutzt. Sitzt man tagsüber im Büro, braucht man in dieser Zeit kein wohlig-warmes Wohnzimmer. Erst wenn man nach Hause kommt, sollte die Temperatur am richtigen Niveau sein. Im Smart Home können intelligente Heizkörper-Thermostate auch aus der Ferne bzw. mit einem fixen Plan automatisch geregelt werden. Das heißt, wenn man am Abend aus der Arbeit wegfährt, steigt die Wärme im Wohnzimmer auf das gewünschte Level – tagsüber hat man durch bedarfsgerechtes Heizen Strom gespart.

Strom sparen durch richtiges Lüften
Foto: deepblue4you/iStock

2. Richtiges Lüften

Besonders in sehr kalten oder heißen Monaten öffnet man das Fenster nur wenige Minuten zum Stoßlüften. Dabei sollte man darauf achten, dass der Luftaustausch so schnell wie möglich passiert. Hier hat sich das sogenannte Querlüften bewährt: Man öffnet gleichzeitig mehrere Fenster, durch die frische Luft in die Wohnräume gelangt. Wichtig: Die Heizung dabei herunterregeln, um Strom zu sparen.

Einige Smart-Home-Systeme erkennen geöffnete Fenster (z. B. durch Fenstersensoren) und senken die Leistung der Heizkörper automatisch. Man sollte unbedingt vermeiden, das Fenster den ganzen Tag gekippt zu lassen. Gerade im Winter strömt die von der Heizung erwärmte Luft nach draußen, der Luftaustausch findet dabei jedoch nur in geringem Maße statt. Wie oft man das Fenster öffnet, kommt auf ein paar Faktoren – wie die Personenzahl im Raum oder die Raumgröße – an. Spätestens wenn die CO2-Belastung zu groß wird, sollte man lüften. Viele Systeme haben einen CO2-Sensor, der beim Überschreiten des Grenzwerts warnt.

Energie und Geld sparen durch optimierte Beleuchtung
Foto: Radovanovic96/iStock

3. Beleuchtung steuern

Strom sparen kann man aber nicht nur durch richtiges Heizen und Lüften, sondern auch durch bedarfsgerechte Beleuchtung. Dabei lautet der wichtigste Grundsatz: Licht nur dort einschalten, wo sich auch wirklich Bewohner aufhalten. In nicht benutzten Räumen schaltet man die Beleuchtung aus. Damit dies auch lückenlos geschieht, hilft das Smart Home mit einigen praktischen Funktionen. Per Bewegungsmelder schaltet sich das Licht für eine vordefinierte Zeitdauer ein, sobald jemand den Raum betritt. Wird längere Zeit keine Aktivität registriert, schaltet sich das Licht automatisch wieder aus.

Auch die Lichtstärke und Lichtfarbe steuert man am besten über Smart-Home-Systeme. Zum Abendessen dürfen die Lampen heller strahlen als beispielsweise beim Filmabend. Für das Lesen hat sich eine spezielle Leselampe bewährt, die punktgenau auf das Buch oder die Zeitschrift gerichtet ist. Während der Herbstmonate kann man mit einer smarten Lichtsteuerung Anwesenheit vortäuschen, indem die Lampen in unregelmäßigen Abständen ein- und wieder ausgeschaltet werden. Einbrecher lassen sich mit diesem Trick oft abschrecken.

Ausschalten statt Standby
Foto: Aliaksandr Litviniuk/iStock

4. Stromfresser finden

Die wichtigste Regel im Kampf gegen Stromfresser lautet: Geräte niemals auf Stand-by stellen, sondern ganz ausschalten. Fernseher oder Computer verbrauchen sonst unnötig wertvolle Energie, selbst wenn sie gar nicht benutzt werden. Ganze 8 % macht der Stand-by-Betrieb schlussendlich auf der Stromrechnung aus. Wo findet sich sonst noch Einsparungspotenzial? Laut einer Statista-Erhebung lässt sich gerade im Heimkino-Bereich eine große Menge Strom sparen (28 %). Aber auch die Waschmaschine und der Trockner (14 %) sowie die Beleuchtung (13 %) sind hungrige Stromfresser. Infos und hilfreiche Ratschläge zum Energiesparen im Haushalt finden Sie in unserem Artikel „Strom sparen im Alltag: Tipps für den Haushalt“.

Installateur prüft Heizung
Foto: yunava1/iStock

5. Geräte und Einstellungen prüfen

Auch Heizkörper müssen regelmäßig gewartet werden. Genauer gesagt, geht es um einen sogenannten „hydraulischen Abgleich“, bei dem man das Gerät mit den anderen Komponenten im System (z. B. Pumpen, andere Heizkörper) abgleicht und auf die erforderliche Heizleistung hin optimiert. Wenn nicht alle Heizkörper gleich warm werden, ist dies das beste Anzeichen, dass ein Abgleich nötig wird, der in so gut wie allen Fällen von einem Fachmann durchgeführt werden sollte. Dann können wieder alle Räume gleich auf die für sie vorgesehene Temperatur gebracht werden, die nicht zu hoch sein sollte. Wer den Wohnbereich überheizt, wird nicht nur leichter krank, sondern verschwendet auch Energie. Die optimale Raumtemperatur verraten wir im Artikel „Optimales Raumklima im Smart Home“.

Strom sparen: Fazit

Mit einem klug aufgebauten Smart Home sowie einigen Begleitmaßnahmen lässt sich eine erstaunlich große Menge an Energie und barem Geld einsparen. Das heißt: Wer seine Geräte ausschaltet, anstatt sie auf Stand-by zu stellen, wird das auf der Stromrechnung positiv bemerken. Egal, ob Heizung oder Licht: Wer sein Smart-Home-System bedarfsgerecht und zeitoptimiert einstellt, kann seinen Haushalt sparsam sowie umweltfreundlich betreiben.

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