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Beste spiegellose Systemkamera 2021

Diese DSLMs knipsen tolle Bilder

Spiegellose Systemkameras knipsen großartige Bilder auf Profi-Niveau. Zugleich sind sie kompakter als die klassischen DSLRs. Hier erfahren Sie die Vorzüge der spiegellosen Kameras, welche DSLMs zu den besten Modellen des Jahres 2021 gehören und wie Sie die beste Systemkamera für sich finden.

  Lesedauer: 5 Minuten

Beste spiegellose Systemkamera 2021
Foto: MarioGuti/Getty Images

Diese Vorteile haben spiegellose Systemkameras

Kompakter als DSLRs

Da spiegellose Systemkameras auf den Spiegel verzichten, können sie kompakter und leichter gebaut werden als Digitale Spiegelreflexkameras. Das Motiv spiegeln sie daher nicht direkt an den Sucher. Die Kameras nutzen vielmehr einen digitalen Sucher – quasi ein kleines Display, das Bilder so zeigt, wie sie auf der Kamera gespeichert werden.

Wechselbare Objektive

Wie bei DSLRs können Sie bei spiegellosen Systemkameras das Objektiv wechseln. Für den jeweiligen Bajonettanschluss stehen in der Regel zahlreiche Objektive zur Auswahl, etwa für einen großen Zoom, für Porträtfotos und für Makroaufnahmen aus nächster Nähe.

Hohe Bildqualität

Dank großer Sensoren und hochwertiger Objektive liefern DSLMs Fotos mit einer viel höheren Qualität ab als Smartphones. Sie liegen ungefähr auf DSLR-Niveau und überzeugen mit hohem Kontrastumfang, Schärfe und Detailreichtum. Selbst bei wenig Licht knipsen spiegellose Systemkameras in der Regel ansehnliche Bilder.

Nützliches Zubehör

Wie für DSLRs sind auch für spiegellose Systemkameras Objektive, Blitzgeräte, Filter, Mikrofone und weitere Zubehörteile im Angebot. Sie rüsten Sie Ihre Kamera bestens für das gewünschte Motiv aus. 

Empfehlenswerte Systemkameras
Foto: Sony

Testsiegervergleich 2021

Wir haben die laut verschiedener Tests in Fachmagazinen besten spiegellosen Systemkameras des Jahres 2021 für Sie herausgesucht. Hier erfahren Sie die wichtigste technische Ausstattung sowie Vor- und Nachteile der einzelnen Modelle.

Empfehlenswerte spiegellose Kameras 2021

„Canon EOS R5": Fotoqualität auf höchstem Niveau

Die „Canon EOS R5" ist Canons ganzer Stolz unter den Spiegellosen. Sie bietet einen Vollformatsensor und eine Fotoauflösung von 45 Megapixeln. Serienaufnahmen mit bis zu 20 Bildern pro Sekunde und 8K-RAW-Videos in 12 Bit zählen zu den Highlights. Der Touchscreen lässt sich neigen und schwenken für Fotos aus ungewöhnlichen Perspektiven. Dank wetterfestem Gehäuse können Sie die Kamera auch bei Nieselregen einsetzen. Für die kabellose Bildübertragung stehen Wi-Fi und Bluetooth bereit und Daten landen auf einer CFexpress- oder einer UHS-II-Speicherkarte.

Die Kamera bietet eine Fotoqualität auf höchstem Niveau und einen leistungsstarken Autofokus. Leider ist kein GPS-Modul eingebaut und ab 4K-Auflösung bei 60 Bildern pro Sekunde neigt die Kamera zum Überhitzen, was die mögliche Aufnahmezeit begrenzt. Auch die mittelmäßige Akkulaufzeit und der hohe Preis dürften manche abschrecken. Insgesamt handelt es sich dennoch um eine der besten DSLMs.

 

Sony A7 III: Starke Kamera mit schnellem Autofokus

Sony A7 III
Foto: Sony

Die „Sony A7 III" setzt auf einen Vollformatsensor und eine Fotoauflösung von 24,4 Megapixeln. Der Touchscreen ist neigbar und es gibt Wi-Fi und Bluetooth für die kabellose Bildübertragung. Intern landen die Fotos wahlweise auf einer CFexpress- oder einer UHS-II-Speicherkarte. Die Kamera kann 4K-Videos aufzeichnen mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde und das Gehäuse ist vor eindringendem Staub und Feuchtigkeit geschützt.

Hervorzuheben sind der starke Autofokus und die generell überzeugende Bildqualität. Leider ist kein Ladegerät im Lieferumfang enthalten und der Suche dürfte eine höhere Auflösung haben. Aber das sind eher geringfügige Kritikpunkte.

„Nikon Z 6II": Kamera für Sport- und Tierfotografen

Die „Nikon Z 6II" ist günstiger als die „Nikon Z 7II", die sich vor allem durch ihre noch höhere Fotoauflösung auszeichnet. Wer sich mit dem 24,5-Megapixel-Vollformat-Sensor zufrieden gibt, spart eine Menge Geld. Auch hier kommen Fotos auf UHS-II oder CFexpress-Speicherkarten unter. Das Gehäuse ist wetterfest und der Touch-Bildschirm lässt sich neigen, wenn auch nicht schwenken. Für die kabellose Bildübertragung stehen Wi-Fi und Bluetooth bereit und die Kamera kann 4K-Videos bei bis zu 60 Bildern pro Sekunde aufzeichnen.

Die starke Bildqualität bei üppigem Kontrastumfang und großartiger Detailauflösung weiß zu gefallen. Dank der sehr guten Autofokusleistung eignet sich die Kamera besonders für Sport- und Tierfotografen. Dass das Display nur neigbar ist, könnte manche stören.

„Fujifilm X-T4": Topmodell mit exzellenter Bild- und Videoqualität
Fujifilm X-T4
Foto: Fujifilm

Die „Fujifilm X-T4" bietet einen APS-C-Sensor, der etwas lichtschwächer ist als ein Vollformat-Sensor. Das ist aber nur für Nachtfotos wirklich relevant. Die Fotos haben eine maximale Auflösung von 26,1 Megapixeln und landen auf UHS-II-Speicherkarten. Via Wi-Fi und Bluetooth lassen sie sich kabellos übertragen, zum Beispiel auf ein Smartphone. Das Gehäuse ist wetterfest und das Touchdisplay lässt sich neigen sowie schwenken. Es gibt gleich zwei UHS-II-Kartenslots. Serienbildaufnahmen sind mit bis zu 15 Bildern pro Sekunde möglich.

Zwar ist ein separater Videomodus mit umfassenden Funktionen an Bord, aber wie bei den meisten Kameras lassen sich nur 30 Minuten Video am Stück aufzeichnen. Die Autofokusleistung hängt von Motiv und Objektiv ab. Sowohl Bild- als auch Videoqualität sind allerdings sehr hoch und die „X-T4" darf als eines der absoluten Topmodelle unter den APS-C-Kameras gelten.

„Panasonic DC-S5": Systemkamera mit guter Bildstabilisierung

Die „Panasonic DC-S5" nutzt einen Vollformat-Sensor mit einer Auflösung von 24,2 Megapixeln. Es gibt einen UHS-II-Kartenslot und sowohl Wi-Fi als auch Bluetooth. Der Touchscreen ist neig- und schwenkbar. Das Gehäuse wurde wetterfest konstruiert, leider sind Serienaufnahmen nur mit 7 Bildern pro Sekunde möglich. Dafür schafft die Kamera 4K-Videos bei 60 Bildern pro Sekunde.

Bildqualität und Videofunktionen wissen zu überzeugen und der Bildstabilisator leistet gute Arbeit. Schade ist nur, dass es lediglich einen Kartenslot gibt und die Serienbildgeschwindigkeit kein Top-Niveau erreicht.

„Fujifilm X-S10": Schneller Autofokus und 5-Achsen-Stabilisierung

Die „Fujifilm X-S10" ist eine relativ preiswerte spiegellose Systemkamera mit einem 26,1-Megapixel-APS-C-Sensor. Sie bietet einen neig- und schwenkbaren Touchscreen, Wi-Fi und Bluetooth für die kabellose Fotoübertragung und sie kann 4K-Videos bei 30 Bildern pro Sekunde aufzeichnen. Da sie allerdings nur einen SD-Kartenslot für UHS-I-Karten hat, ist das Serienbildtempo langsamer als bei der größeren „X-T4". Die Bildqualität allerdings erreicht das Niveau der deutlich teureren Fujifilm-Kamera.

Auch die Videoqualität, der schnelle Autofokus und die 5-Achsen-Bildstabilisierung überzeugen. Die Akkulaufzeit ist eher kurz geraten, die Kamera ist nicht wetterfest und es steckt kein externes Akku-Ladegerät im Lieferumfang, aber insgesamt ist die „Fujifilm X-S10" eine großartige kompakte Alternative zur „Fujifilm X-T4".

Nachtaufnahmen mit einer Systemkamera
Foto: Gaurang Kumamekar/EyeEm/Getty Images

Kaufberatung: Welche Systemkamera passt zu mir?

Wie viel Geld möchten Sie ausgeben?

Die „Fujifilm X-S10" bewegt sich inklusive Objektiv im Preisbereich von 800 bis 1.100 Euro. Die „Panasonic DC-S5", die „Fujifilm X-T4", die „Nikon Z 6II" und die „Sony A7 III" kosten ungefähr das Doppelte, rund 2.000 Euro. Und die „Canon EOS R5" kostet selbst ohne Objektiv über 4.000 Euro.

Machen Sie oft Nachtfotos?

Bei Tageslicht knipsen alle Kameras auf unserer Liste sehr ansehnliche Fotos. Bei Nacht trennt sich die Spreu vom Weizen. Hier sind die Kameras mit möglichst großen Sensoren in der Regel zu bevorzugen, vor allem die Vollformat-Modelle „Panasonic DC-S5", „Nikon Z 6II", „Sony A7 III" und die „Canon EOS R5".

Sind Sie ein Profi-Fotograf?

Hand aufs Herz: Verdienen Sie mit Ihren Fotos Geld, zumindest ein Nebeneinkommen? Wenn ja, dann können sich Kameras mit Preisen von über 2.000 Euro lohnen. Ansonsten ist die „Fujifilm X-S10" wahrscheinlich die bessere Wahl, denn sie verzichten zwar auf die neuesten High-End-Features, zaubern aber ebenso sehr hübsche Fotos in den meisten Szenarien.

Brauchen Sie ein schwenkbares Display?

Es klingt vielleicht nach einer Kleinigkeit, aber das ist es nicht unbedingt. Ein schwenkbares Display hat den Vorzug, dass Sie die Kameras für Selfies und Gruppenfotos mit Ihnen auf dem Bild verwenden können und dabei das Motiv auf dem Display sehen. Auch erlaubt ein schwenkbares Display Fotos aus zusätzlichen Perspektiven im Vergleich zu einem nur neigbaren Display. Zum Glück verzichten lediglich die „Sony A7 III" und die „Nikon Z 6II" von den Modellen auf unserer Liste auf ein schwenkbares Display.

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