Smart Home

Bewegungsmelder: Den richtigen finden

Mehr Sicherheit rund um das Haus

Automatisch angehendes Licht sorgt für mehr Sicherheit rund um das Zuhause. Wir erklären, welche Bewegungsmelder es gibt und für welche Gelegenheiten sie eingesetzt werden.

So finden Sie den passenden Bewegungsmelder
Foto: Highwaystarz-Photography/iStock

Licht per Bewegungssensor

Einbrecher arbeiten nicht gerne im Licht, sie ziehen es vor, in der Dunkelheit zu bleiben. Schließlich wollen sie nicht von Nachbarn oder der Polizei bei ihrem Coup ertappt werden. Neben anderen Sicherheitsmaßnahmen ist daher eine Außenwandleuchte mit Bewegungsmelder eine wertvolle Investition für mehr Sicherheit rund ums Zuhause. Doch wie funktionieren diese Sensoren? Die meisten Geräte arbeiten mit Infrarot-Technologie, es kommen aber auch andere Systeme zum Einsatz. Wir erklären, wie die einzelnen Melder aufgebaut sind und wo man sie am besten verwendet.

Infrarot-Sensoren reagieren auf die Hautwärme von Lebewesen.
Foto: Karen Markosyan/iStock

Infrarotmelder

Diese Sensoren funktionieren, wie der Name bereits verrät, mit Infrarot und können die Wärme eines Menschen oder Tieres erfassen. Nähert man sich einem „Passiv-Infrarot-Gerät“, wie etwa jenem von „Philips Hue“, wird eine Veränderung der Temperatur erkannt und zum Beispiel das Licht eingeschaltet. Achtung: Auch den warmen Motor eines Autos kann der Sensor registrieren. Da er Wärme empfängt, funktioniert dieser Bewegungsmelder nicht durch Glas hindurch – er muss deshalb außen angebracht werden.

Licht per Bewegungsmelder sorgt für Sicherheit rund um das Haus.
Foto: piovesempre/iStock

Präsenzmelder

Diese Geräte arbeiten grundsätzlich gleich wie Infrarotmelder, werden aber fast ausschließlich im Innenbereich eingesetzt, da ihre Sensoren noch viel empfindlicher auf Temperaturschwankungen reagieren. Zum Beispiel lassen sie das Licht angehen, wenn man nachts auf den Flur tritt oder sie aktivieren die Schreibtischbeleuchtung, wenn man sich dem Arbeitsplatz nähert. Wird über einen bestimmten Zeitraum keine Bewegung festgestellt, können sie das Licht komplett ausschalten. Diese Bewegungsmelder werden daher oft eingesetzt, um unnötigen Energieverbrauch einzuschränken.

Präsenzmelder werden vor allem in Innenräumen eingesetzt.
Foto: Georgijevic/iStock

Radarmelder

Radar-Bewegungsmelder werden oft dort eingesetzt, wo hohe Temperaturschwankungen vorkommen und die Infrarot-Technologie an ihre Grenzen stößt. Die auch „Hochfrequenzmelder" genannten Geräte senden elektrische Wellen aus und analysieren, ob diese an Menschen oder Objekten reflektiert werden. Kann ein Radarmelder Bewegung erkennen, schaltet er das Licht ein oder schlägt Alarm – ganz nach Programmierung. Praktisch: Diese Melder können auch durch Glas oder Wände hindurch messen und brauchen keine beständige Temperatur. Leider ist hier meist eine Installation durch den Experten nötig.

Ein Bewegungsmelder wird montiert.
Foto: AndreyPopov/iStock

Ultraschallmelder

Diese Geräte schicken Ultraschallwellen mit einer Frequenz von 40 Hertz aus. Wie schon der Radarmelder, erfasst auch der Ultraschallmelder Reflektionen und kann daraus Lebewesen und stillstehende Objekte erkennen. Im Gegensatz zu Infrarot-Geräten haben diese Melder einen größeren Aktionsradius und können auch für verwinkelte Gebäude eingesetzt werden. Ein klassisches Einsatzgebiet für Ultraschall ist die Überwachung von Fluren und großen Räumen.

Ultraschallmelder werden oft zur Überwachung von Treppen und Korridoren eingesetzt.
Foto: poplasen/iStock

Melder mit Kamera

Wer den Bereich rund um das Haus effektiv schützen möchte, kann auf ein Überwachungssystem mit Kamera zurückgreifen. Sobald der Sensor eine Bewegung in der Umgebung registriert, wird die Kamera eingeschaltet. Dank Nachtsichtfunktion kann man auch in der Dunkelheit Personen und Tiere ausmachen. Die „Ring Floodlight-Cam“ besitzt zudem zwei kräftige Flutlichtstrahler, die ungebetene Gäste schnell in die Flucht schlagen. Achtung: Kameras nur auf das eigene Grundstück richten. Haus und Grundstück von Nachbarn sind tabu, ebenso wie die Straße. Notfalls die Kamera neu ausrichten.

Überwachungskamera mit Bewegungsmelder und Flutlicht von Ring.
Foto: Ring

Fazit:

  • Infrarotmelder sind weit verbreitet und lassen sich einfach und kostengünstig anbringen.
  • Präsenzmelder sind für Innenräume geeignet und verfügen über feinere Sensoren.
  • Radarmelder sind perfekt für den Außenbereich und strahlen auch durch Wände und Glas.
  • Ultraschallmelder sind bei uns selten und werden meist zur Überwachung von Fluren eingesetzt.
  • Melder mit Kamera - oder sogar mit Licht und Kamera – sorgen für mehr Sicherheit.

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