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Energiesparend heizen: 7 Tipps für den Winter

So sparen Sie Ressourcen und Geld

Die Energiekosten sind spürbar gestiegen. Ein Grund mehr, um mit Öl, Gas und Strom sparsam umzugehen. Hier sind 7 Tipps, wie Sie energiesparend heizen können.

  Lesedauer: 4 Minuten

Energiesparend heizen
Foto: Olivier Le Moal/iStock

Energiesparend heizen: Hilfreiche Tipps

Die hohen Preise veranlassen viele Menschen in Österreich dazu, ihre Energiekosten notgedrungen zu senken. Die Kosten für die Heizung (und im Sommer für die Kühlung) können sich nämlich mit mehr als 70 % auf der Jahresabrechnung niederschlagen. Dabei kann man mit einigen Tipps die Wohnräume energiesparend heizen. Hier sind 7 praktische Ratschläge, wie Sie Öl, Strom oder Gas sparen können, ohne zu frieren.

Die Raumtemperatur senken
Foto: Olivier Le Moal/iStock

1. Raumtemperatur anpassen

Der erste Tipp befasst sich mit jenem Punkt, der wohl das größte Sparpotenzial bietet: der optimalen Raumtemperatur. Wir sind es gewohnt, auch im tiefsten Winter mit T-Shirt und kurzer Hose in der Wohnung herumzugehen. Dabei merken wir nicht, dass wir unsere Wohnräume eigentlich überheizen. In unserem Artikel „Optimales Klima im Smart Home“ schlüsseln wir die empfohlenen Richtwerte für jeden Wohnraum auf. Richtig wäre eigentlich, dass man sich im Winter dicker anzieht und die Raumtemperatur der Jahreszeit anpasst. Räume, welche nicht benutzt werden, muss man auch nicht beheizen. Ständiges Kippen der Fenster sollte man vermeiden, denn dabei geht wertvolle Energie verloren. Lieber mehrmals am Tag die Fenster für rund 10 Minuten ganz öffnen und querlüften.

Smart Home-Tipp

Für die jeweils richtige Temperatur sorgen smarte Heizungssteuerungen, welche sich auch ins Smart Home einbinden lassen. Damit kann man auch aus der Ferne die Temperatur jederzeit anpassen.

2. Wärme in den Wohnräumen halten

Hat man die Wohnräume auf die gewünschte Temperatur gebracht, dann sollte man darauf achten, dass sie nicht durch undichte Fenster oder Türen wieder verlorengeht. Daher sollte man Dichtungen regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls ersetzen. Zugezogene Vorhänge und heruntergelassene Jalousien können ebenfalls wertvolle Schützenhilfe leisten, um energiesparend zu heizen. In kalten Nächten kann das z. B. den Schlafraum spürbar wärmer halten. Werden Räume gar nicht benutzt, dann kann man die Vorhänge bzw. Jalousien rund um die Uhr schließen.

Wärmflasche
Foto: solidcolours/iStock

3. Wärmespender nützen

Wer die Raumtemperatur auf die empfohlenen Werte gesenkt hat, kann leichtes Frösteln empfinden. Dagegen helfen vor allem ein warmer Pullover (eventuell auch Thermokleidung) sowie eine flauschige Decke zum Zudecken. Eine Wärmflasche hilft beim Wohlfühlen ebenso wie warmer Tee, welchen man am besten in einer Thermoskanne warmhält. Teppiche tragen zur Wärmeisolation von kalten Böden bei.

4. Restwärme des Backrohrs nutzen

Energiesparend heizen kann man, wenn man sämtliche Wärmequellen in der Wohnung optimal ausnutzt. Dazu gehört auch das Backrohr. Gerade im Winter bereitet man oft köstliche Aufläufe oder einen reichhaltigen Braten zu. Im Advent ist der Ofen durch das Keksebacken im Dauerbetrieb. Jene Warmluft, die dabei entsteht, sollte man nicht ungenützt lassen. Einfach die Tür des Backrohrs nach dem Backen offenstehen lassen und damit die Wohnung heizen.

Energiesparend heizen: Wärme aus dem Backofen nützen
Foto: brizmaker/iStock

5. Nicht zu früh heizen

Wann man nach dem Sommer die Heizung zum ersten Mal in Betrieb nehmen soll, das hängt vom Wetter ab. Ein milder Herbst kann den Heizbeginn deutlich nach hinten verschieben.Grundsätzlich ist es von Oktober bis April sinnvoll zu heizen. In kälteren Regionen bzw. in alpinen Lagen kann auch eine längere Heizperiode nötig sein. Generell gilt: Sinkt die Raumtemperatur unter das empfohlene Maß, dann soll man heizen. Einzelne kältere Abende lassen sich auch manchmal mit einem dickeren Pullover überbrücken.

6. Heizkörper nicht verbauen

Nur ein freier Heizkörper kann sein volles Potenzial entfalten. Oft stehen Sessel, Tischchen oder gar Regale davor und bremsen die Ausbreitung der Wärme im Raum. Dabei geht wertvolle Energie verloren. Wer energiesparend heizen möchte, hält den Heizkörper frei.

Smart Home: Energiesparend heizen
Foto: MartinPrescott/iStock

7. Bedarfsgerecht heizen

Die optimale Temperatur in den Wohnräumen verläuft in Kurven. In der Nacht müssen die Wohnräume weniger beheizt werden als zu Tageszeiten, in denen man in der Wohnung aktiv ist. Während man in der Arbeit ist, muss die Wohnung nicht so stark beheizt werden. Auch vor dem Schlafengehen sollte man die Temperatur rechtzeitig herunterregeln, denn die meisten Heizkörper heizen noch nach.

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